Das Weinjahr 2010

Am 9. November, nach 5 Wochen harter Arbeit, haben wir die Weinlese 2010 beendet. Es ist immer ein besonderes Gefühl, wenn die Früchte der Arbeit eines ganzen Jahres im Keller liegen. Die große Anspannung fällt ab, auch wenn der Arbeitsalltag weiter geht.
Das Jahr 2010 war sicher kein Traumjahr für die Winzer. Schon der Austrieb begann recht früh, wurde dann jedoch durch Spätfröste gedrosselt. Das nachfolgend warme, sonnige Wetter ließ die Reben wieder gut wachsen. Doch gerade nach dem Einsatz der Rebblüte Mitte Juni wurde es wieder kühl und regnerisch, so dass der Fruchtansatz recht bescheiden ausfiel. Der Verlauf des Sommer war weiterhin von wechselhaftem Wetter geprägt, was zu sehr unterschiedlichen Reifeentwicklungen der Trauben führte. Die sonnigen Tage ab Mitte Oktober wurden somit extrem wichtig für die Aromenbildung der Riesling-Trauben. Die Lese begannen wir mit der Auslese der ersten, frühen Botrytis, so konnten die für die Großen Gewächse benötigten gesunden Trauben noch von den Sonnentagen profitieren. Die hochwertige späte Botrytis trocknete in dieser sonnigen Zeit wunderbar ein, so dass es uns auch in diesem Jahr wieder möglich war, konzentrierte Auslesen, Beerenauslesen und sogar eine Trockenbeerenauslese zu selektieren. Wenn auch die Erntemenge im Jahrgang 2010 etwas kleiner ausgefallen ist, können wir sagen, dass sich die viele Arbeit, die wir uns im Verlauf des Sommers gemacht haben, doch wieder gelohnt hat.
Da es nun noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir den ersten fertigen Wein aus 2010 verkosten können, wenden wir uns zunächst wieder unseren Weinen der vorigen Jahrgänge zu. Der Riesling aus 2009 wurde als besonders hochwertig beschrieben, und auch wir sind überzeugt, mit unserem 2009er einen besonders guten Jahrgang im Keller zu haben. Die Weine zeigen durchweg eine sehr gute Frucht, dabei viel Mineralität und Kraft.
Ältere Jahrgänge: 2009 / 2008